Renaturierung

Wir leisten unseren Beitrag zum Erhalt, bzw. Wiederherstellung der regenerierenden Kraft der Natur. Es geht um die Wiederherstellung naturnaher Lebensräume dort wo durch menschliche Besiedlung, industrielle oder intensive landwirtschaftliche Nutzung Ökosysteme geschädigt oder zerstört wurden. Unsere zum Einsatz kommende Technik ist auf den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen ausgerichtet.

 

Leistungen

  • Sohlaufhöhungen (Sohlschwellen/-gleiten/Fischwanderhilfen)
  • Wiederherstellung naturnaher Fließgewässer (Mäandrierung)
  • Wiederherstellung beeinträchtigter Feuchtgebiete
  • Moorrenaturierung
  • Rückbau verrohrter Teilflächen in Meliorationsgebieten

Flüsse

Generell sollten Landschaften und Ökosysteme geschützt werden, sodass Schäden gar nicht erst verursacht werden. Was aber passiert, wenn Flüsse schon begradigt wurden, Moore trockengelegt wurden oder Industriegebiete aufgebaut wurden? Die Flora und Fauna wurden zerstört.

In solchen Fällen kann durch Renaturierung ein Großteil des ursprünglichen Zustandes wiederhergestellt werden.

Flüsse können naturnahe Windungen, sogenannte Mäander, erhalten, durch die die Strömungsgeschwindigkeit erheblich reduziert wird, denn in den Kurven wird das Wasser erheblich gebremst. Eine weitere Landschaft, die unter der menschlichen Veränderung von Flüssen leidet, sind Auen. Das sind Gebiete, in die das Flusswasser bei starkem Regenfall vordringt und diese überschwemmt. Durch den Bau von Dämmen gehen diese allerdings vollkommen verloren. Durch das Verlegen dieser Dämme oder das Durchstechen kann das Wasser die Auen wieder erreichen und so das dortige Ökosystem wiederherstellen. Auch Überschwemmungen können dadurch vermieden werden.

 

Andere Feuchtgebiete

Viele Feuchtgebiete wurden schon seit ungefähr 300 Jahren Entwässerungsarbeiten unterzogen. Diese nennt man heute auch Meliorationsgebiete. Genutzt wurden Sie sowohl als landwirtschaftlich genutzte Flächen, aber auch um Wohnraum zu schaffen. Mit zunehmendem Alter dieser Gebiete müssen sie an heutige, umweltverträglichere Standards angepasst oder gänzlich rückgebaut werden.

Moore können durch Wiedervernässung ihrem natürlichen Zustand wieder nähergebracht werden. Dies erreicht man, indem zuerst bestehende Entwässerungsgräben geschlossen werden und vorzugsweise mineralsalzarmes Wasser (ähnlich dem Regenwasser) zugeführt wird. Das vorhandene Gehölz wird entfernt, sodass die Sonne wieder Zugang hat und über das abgestorbene Holz das dringend benötigte Wasser nicht verdunsten kann. Die ungewünschte Vegetation wird in diesem neuen und ungewohnten Umfeld schnell Raum machen für typische Moorflora. Anschließend gilt es zu warten, bis diese sich in vollem Maße ausbreiten kann und der Boden wieder mit Regenwasser vollgesogen ist.