Kabelbau

Der Kabelbau gehört nicht zum traditionellen Tiefbau, dennoch entwickelt er sich zunehmend zu einer eigenständigen Sparte. Der Grund: Netzanbindung von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien und der Breitbandausbau im Rahmen „Industrie 4.0“. Wir erfüllen alle Erwartungen unserer Auftraggeber, indem wir unsere Erfahrungen im Tiefbau mit dem Know-how zuverlässiger Nachunternehmer für Energie- und Informationstechnik verbinden.

 

Leistungen

  • Kabelverlegung (Kabelgräben/-kanäle/Schalthäuser)
  • Kabelrohrtrassen
  • Grabenloser Kabelrohrvortrieb (Horizontalbohrung/Pressung)
  • Telekommunikationsleitungen

Kabelgräben

Erneuerbare Energien wollen nicht nur gewonnen werden, sondern auch beim Verbraucher angelangen. Das funktioniert nur mit einem stark ausgebauten Kabelnetzwerk. Genau dieses haben wir uns zur Aufgabe gemacht. Bei der Verlegung von Kabeln gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, beispielsweise Kabelgräben oder die grabenlose Methode.

Erstere sind wohl der altbekannte Standard – nach dem Prinzip „Boden auf, Kabel rein, Boden zu“. Dazu werden in der Regel kleine Bagger verwendet. In manchen Fällen, zum Beispiel entlang weiter Landstraßen, bietet sich auch die Nutzung einer geräumigen Grabenfräse an. Sie arbeitet sehr schnell, präzise und die ausgehobenen Materialien werden automatisch an den Seiten des Grabens abgelagert. Der Bagger ist zwar weniger effizient, dafür aber wesentlich wendiger und kleiner. Er kann so Ecken erreichen, an die die Fräse nicht herankommt. Und auch an unebenes Gelände ist er besser angepasst. In die entstandenen Gräben können die Kabelkanäle anschließend eingelassen werden.

 

Grabenloses Graben

Sollte ein Hindernis vor uns stehen, eine Straße oder ein Gewässer, gibt es auch dafür einfache Lösungen. Zwei grabenlose Methoden stehen uns zur Verfügung, um das Hindernis geschickt zu umgehen. Das Bodenverdrängungsverfahren verlangt eine Menge Fingerspitzengefühl, auf das unsere Mitarbeiter mit jahrelanger Erfahrung trainiert sind. Zur Verfügung steht eine sogenannte Erdrakete. Start-, als auch Zielgrube müssen zuvor ausgehoben werden. In letzterer platziert man dann einen Peilstab. Nun wird die Lafette, in der die Erdrakete sitzt, noch kalibriert und schon kann sie mittels Druckluft vorgetrieben werden.

Eine andere, etwas komplexere Lösung wäre die Horizontalbohrung. Diese besteht aus drei Etappen. Zuerst erfolgt die Pilotbohrung. Sie folgt einer gekrümmten Soll-Bohrlinie. Auch Start- und Zielpunkt müssen wieder festgelegt sein, nur dieses Mal nicht ausgehoben werden. Die Steuerung der Bohrung gelingt mittels der asymmetrischen Form des Bohrkopfes oder einer Abwicklung des Bohrstangenelements dahinter. Um nun zu prüfen, ob die Soll-Bohrlinie auch eingehalten wird, lässt sich das Bohrwerkzeug auch orten.

Im zweiten Schritt, der Aufweitbohrung, wird das Bohrwerkzeug zurückgezogen, diesmal jedoch mit einem zusätzlichen Aufsatz, der das Bohrloch auf den erzielten Durchmesser bringt. Beim letzten Schritt heißt es nun noch das Kabelrohr einzuziehen und schon ist das Ziel erreicht.